Bose-Bergmann Kaserne
Im Jahre 1938 erfolgte die Fertigstellung des dritten Bauabschnitts, der Bose-Bergmann Kaserne. Sie war die größte, der beiden Kasernen in Wentorf.
Für den Bau wurden folgende Mengen an Baumaterialien verwendet:
- 16 Millionen Steine
- 14.100 to Zement
- 2830 to Eisen
- 7.000 cm³ Holz
In ihr waren folgende Verbände stationiert:
- Stab / Stabskp PzGrenBrig 16
- Nachschubkompanie 160
- Jägerbataillon 66 (teilweise)
- Panzerartilleriebataillon 165
- Panzergrenadierbataillon 161
- Panzergrenadierbataillon 163
Nach Schließung der Kaserne im Dezember 1994 wurde im Jahre 1997 mit den Entkernarbeiten begonnen, der Abriss war im Jahre 1999 abgeschlossen. Die Neubebauung ist heute abgeschlossen. Neben Gewerbebetrieben finden sich hier hauptsächlich Wohnungen und Häuser wieder.
Erhalten blieben das ehemalige Feldwebelwohnheim, Block 4 am Haupttor (ehem Stab PzGrenBtl 163 und Tle PzArtBtl 165), sowie eine Fahrzeughalle der NschKp 160, in der heute der Möbelpark Sachsenwald seinen Ableger SPEED 207 betreibt. Das bis heute noch stehende Betriebsstofflager der Nachschubkompanie 160 wurde vor kurzem abgerissen. Geplant ist eine Vergrößerung des Speed-Marktes.
Der Kasernenname geht auf die beiden Grafen Bose und von Bergmann zurück.
Julius von Bose
Friedrich Julius Wilhelm Graf von Bose (* 12. September 1809 in Sangerhausen; + 22. Juli 1894 in Hasserode, einem Stadtteil von Wernigerode) war ein preußischer General der Infanterie.
Seit 1821 war Bose Page am Hof zu Weimar und trat 1826 in das preußische 26. Infanterieregiment ein. Bose wurde 1829 Offizier und besuchte zwischen 1832 und 1835 die Allgemeine Kriegsschule. Von seinem Abgang aus der Kriegsschule bis 1852 war er Adjutant, zuletzt im Generalkommando des IV. Armeekorps. Im Anschluss war er etwa ein Jahr Kompaniechef im 27. Infanterieregiment und wurde 1853 als Major in den Generalstab versetzt. 1858 wurde er Chef des Generalstabes des IV. Armeekorps. Nachdem er seit 1860 als Oberst das hohenzollersche Füsilierregiment Nr. 40 geführt hatte, wurde er 1861 ins Kriegsministerium berufen und vertrat bei den Landtagsverhandlungen die Position der Regierung mit großer Energie.
Seit 1864 war Bose Generalmajor, er führte im Deutschen Krieg 1866 die 15. Infanteriebrigade hervorragend. Im Kampf bei Podol schritt er seinen Truppen voran mit einem Gewehr in der Hand zum Nachtangriff. Auch in den Schlachten von Münchengrätz, Königgrätz, Göding, Holitsch und bei Blumenau nahm er teil und wurde dafür ausgezeichnet. Nach dem Frieden wurde Bose zum Generalleutnant und Kommandeur der 20. Division in Hannover befördert. Beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges erfolgte die Ernennung zum kommandierenden General des 11. Armeekorps. Am 6. August 1870 wurde Bose in der Schlacht bei Wörth zweimal verwundet. So konnte er erst wieder 1871 an die Spitze seiner Truppen gehen. 1873 wurde Bose zum General der Infanterie ernannt.1880 wurde Bose in den Grafenstand erhoben. Julius Graf von Bose starb am 22. Juli 1884 in Hasserode bei Wernigerode. Er ist außerdem der Namensgeber des Infanterie-Regiment Graf Bose (1. Thüringisches) Nr. 31.
Quelle: Wikipedia
General der Infanterie von Bergmann
Walter von Bergmann wurde am 26. April 1864 in Magdeburg geboren. Nach seiner Erziehung durch ein Kadettenkorps und einiger Beförderungen kamen diese wichtigen Stationen in seinem Leben:
1910 Ernennung zum Chef des Generalstabes
1913 Beförderung zum Oberst
1913 Ernennung zum Kommandeur des Infanterieregiments 31.
1914 wurde er als Oberquartiermeister in die 1. Armee versetzt.
Im Dezember 1914 war er bereits Generalmajor. Nach seiner Ernennung zum Chef des Generalstabes in der militärischen Verwaltung in Rumänien erhielt er im Mai 1916 den Orden "Pour le merite" im Juli 1918 wurde er Generalleutnant und im September 1918 war er bereits Führer des Generalkommandos. Er war der jüngste General der Deutschen Armee.
1920 wurde er zum General der Infanterie befördert. General von Bergmann starb 1950 in Berlin.





