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6.2.2012

Briesen Kaserne

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Eingangstor der Briesen-Kaserne (Dieter Wiehe)
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Luftbild der Briesen-Kaserne (80er Jahre)

 Die Briesen-Kaserne wurde 1957/58 erbaut. Im April zogen die ersten Truppenteile der damaligen Kampfgruppe A6 in die fast fertiggestellte Kasernenanlage ein. Das Vorkommando traf bereits am 14.03.1958 ein. Die Kasernenanlage war für zwei Bataillone und einige selbständige Einheiten ausgelegt. Im Laufe der Jahre wurde die Kaserne erweitert, so dass insgesamt folgende Verbände und Einheiten bis zum 31.03.1970 untergebracht wurden:

  • Stab u. StKp/PzGrenBrig 16
  • Panzergrenadierbataillon 163
  • Panzerbataillon 164
  • Versorgungsbataillon 166
  • Panzerpionierkompanie 160
  • Ausbildungskompanie 5/6 ( bis ca. 1966 Ausbildungskompanie 14/6 )


Den Namen Briesen-Kaserne erhielt die Truppenunterkunft am 30. Oktober 1964. Der Namensträger war General der Infanterie Kurt von Briesen. Er fiel als Kommandierender General des 111. Armeekorps am 20.11.1941 in Russland.

Nach dem Auszug der Panzergrenadierbrigade 16 wurde die Kaserne bis zu ihrer Schließung im Jahre 1997 von verschiedenen weiteren Einheiten belegt. Dazu zählten sowohl Verbände der Heimatschutzbrigade 51, als auch eine amerikanische Einheit (75th Artillery Rgt.), die für die Bewachung des nahe gelegenen Sonderwaffenlagers (SAS) MEYN zuständig war in Zusammenarbeit mit den deutschen Soldaten. Vor der endgültigen Schließung der Kaserne verabschiedeten sich die Soldaten mit einem Tag der offenen Tür am 6.9.1996 noch einmal von der Bevölkerung.

Die Kaserne ist heute zur Gartenstadt umgebaut worden. Viele ehemalige Unterkunftsgebäude wurden in Mehrfamilien und Reihenhäusern umgebaut. Auch die Straßenführung hat man von der Kaserne übernommen. Die nördlich angrenzenden Standortübungsplätze sind heute Naturschutzgebiet, nach dem auch hier 1999 die Nutzung beendet wurde.

 

Kurt von Briesen

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Kurt von Briesen

Kurt von Briesen wurde am 03.Mai 1886, zu Anklam, als Sohn des späteren Generals Alfred von Briesen und dessen Frau Olga, geb. von Kleist, geboren.

Der Vater lebte seit 1910 im Ruhestand und war als Generalleutnant zuletzt Kommandeur der 35. Infanterie-Division gewesen und nahm nach seiner Verabschiedung den Charakter eines Generals der Infanterie an. Im September 1914 ereilte ihn am 12. November 1914 als Kommandeur der 49. Reserve-Division der Soldatentod.

Kurt von Briesen trat am 26.09.1904 als Fahnenjunker in das Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 in Berlin ein und wurde am 17. Januar 1906 zum Leutnant befördert, am 19.07.1913 zum Oberleutnant und wurde im herbst 1913 an die Kriegsakademie kommandiert.

Im August 1914 rückte er als Regimentsadjutant des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 15 nach Frankreich und wurde am 27. Januar 1914 verwundet.

Als Hauptmann heiratete er im mai 1915 Charlotte von Gynz-Rekowski. Seit September 1916 Generalstabsoffizier, zuletzt bei der 293. Infanterie-Division, wurden Major von Briesen mehre Auszeichnungen verliehen. Am 31.03.1920 wird er allerdings verabschiedet.

Von 1922 bis 1934 organisierte er den Grenzschutz in Pommern, mit Sitz in Stolp und später in Neustettin und wurde am 01. April 1934 als Oberstleutnant und Kommandant von Neustettin reaktiviert, dann einen Monat später zum Oberst befördert und ab dem 15.10.1935 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 69 in Hamburg bestimmt.Am 01.08.1937 wird er zum Generalmajor befördert und übernimmt am 01.08.1938 das Kommando über die 30. Infanterie-Division in Lübeck und wird am 01.08.1939 zum Generalleutnant erhoben.

Im Polenfeldzug meisterte er jede Situation, wurde einmal verwundet und erhielt am 27. Oktober 1939 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Im Frühsommer führte er seine Division auch in Frankreich und erhielt die Ehre, das seine Soldaten an ihrem Kommandeur in Paris am Arc de Triomphe vorbeidefilieren durften. Für seine Leistungen im Feldzug gegen Frankreich wurde von Briesen am 01. August 1940 zum General der Infanterie befördert und seit dem 25.11.1940 zum Kommandierenden General des 111. Armeekorps ernannt. Dieses Korps führte er auch im Ostfeldzug, wo er allerdings auf einer Frontfahrt bei Isjum am Donez am 20. November 1941 den Tod fand.